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Feuerwache 1

Das Stadtgebiet Nürnbergs wuchs Ende des 19. Jahrhunderts durch
Eingemeindungen beträchtlich. Dadurch verlängerten sich die
Anfahrtswege von der Zentralfeuerwache derartig, dass trotz einiger Freiwilligen
Feuerwehren eine zweite Feuerwache im Nürnberger Nordwesten unumgänglich
wurde. Als Standort wurde ein verkehrsgünstiges Gelände in der
Nähe einer der wenigen Pegnitzbrücken an der Willstraße
im Stadtteil Johannis ausgewählt.
Am 01. Mai 1902 konnte der Betrieb der Feuerwache nach einjähriger
Bauzeit aufgenommen werden.
Die Wache wurde nach den damals neuesten Erkenntnissen mit Pferdebetrieb
eingerichtet. So waren die sechs Pferdeboxen direkt hinter den fünf
Gerätestellplätzen angeordnet. Damit konnte eine Ausrückzeit
von nur 45 Sekunden nach Alarmeingang erreicht werden.
Neben dem Telegrafenzimmer, der Futterkammer und dem Ruheraum für
die Kutscher gab es im Erdgeschoss noch einen Krankenstall für ein
Pferd.
Im ersten Obergeschoss befanden sich die Bekleidungs- und Ausrüstungskammer,
die Küche, der Tagraum und der Wasch-und Baderaum, sowie der große
Ruheraum mit 40 Ruhebetten.
Die für Pferdebetrieb ausgelegte Feuerwache wurde damals so massiv
gebaut, dass das Kellergewölbe auch die heutigen schweren Einsatzfahrzeuge
ohne Bedenken trägt.
Von den ca. 100 Einsatzbeamten versehen ständig 24 Feuerwehrmänner
ihren Dienst und arbeiten in der Einsatz- und Ausbildungsfreien Zeit in
den angliederten Abteilungen.
Neben der Sanitätsabteilung, der Fachabteilung für Strahlen-
und Messtechnik, der Feuerlöscherwerkstatt, der Bildstelle und der
Fernmeldeabteilung arbeiten die Männer in einer Schreinerei, einer
Schlosserei oder in der Bekleidungskammer
Lüftbilder zur Wache 1 erhalten sie hier > Nürnberg Luftbild
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